Bücher

Schostakowitsch-Studien Band 10 und 11

Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft freut sich, zwei neue Bände ihrer Schostakowitsch-Studien vorlegen zu können. Band 10 beschäftigt sich mit den Gattungen Lied und Filmmusik, die beide einen wichtigen Stellenwert im Gesamtwerk Schostakowitschs haben. Band 11 widmet sich der persönlichen und musikalischen Beziehungen zwischen Dmitri Schostakowitsch und anderen Komponisten.

Beide Bücher enthalten Referate der Internationalen Musikwissenschaftlichen Symposien, die die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft in den Jahren 2005, 2007, 2011 und 2013 veranstaltet hat. Die Musikwissenschaftler und Theoretiker aus Deutschland, Österreich, Russland und Polen, deren Texte hier veröffentlicht werden, haben sich bereits durch zahlreiche Publikationen über das Leben und Schaffen des großen russischen Komponisten als bedeutende Schostakowitsch-Forscher profiliert. 

Die Bücher sind im Verlag Ernst Kuhn, Berlin, erschienen und  im Buchhandel erhältlich.

Band 10: „Schostakowitsch-Aspekte - Analysen und Studien“, ISBN: 978-3-936637-29-8 

Das Inhaltsverzeichnis als pdf-Datei von Band 10 finden Sie hier   

Band 11: „Schostakowitsch, Prokofjew und andere Komponisten“, ISBN: 978-3-936637-30-4 

Das Inhaltsverzeichnis als pdf-Datei von Band 11 finden Sie hier 


Band 10


Band 11


Die Lebenserinnerungen eines großen Bratschisten

Fjodor Serafimowitsch Druschinin (1932 - 2007) verband eine lebenslange Freundschaft mit Dmitri Schostakowitsch. Der russische Bratschist und Komponist studierte am Moskauer Konservatorium bei Wadim Borissowski, dessen Platz im legendären Beethoven Streichquartett er ab 1964 einnahm. Das Beethoven Quartett hat fast sämtliche Streichquartette Schostakowitschs uraufgeführt, als Dank und Anerkennung für die langjährige künstlerische Zusammenarbeit und zum Zeichen der tiefen persönlichen Freundschaft hat Schostakowitsch einige seiner Quartette den Mitgliedern des Beethoven Quartetts gewidmet.  Fjodor Serafimowitsch Druschinin ist zudem Widmungsträger von Schostakowitschs letztem Werk, der Sonate für Viola und Klavier op. 147. 

Die Association Internationale „Dimitri Chostakovitch“ Paris legt nun erstmals die englische Übersetzung der Lebenserinnerungen dieses bedeutenden Künstlers und Wegbegleiters Schostakowitschs vor.  Das Buch ist ausschließlich per Bestellung bei der Association Internationale „Dimitri Chostakovitch“ erhältlich und kostet 30 Euro (inkl. Porto). Um Vorauszahlung wird gebeten an:

Philippe Uettwiller

IBAN:  FR40 3000 2008 0400 0002 0324 G07

BIC:  CRLYFRPP

Bei der Bezahlung bitte die genaue Anschrift angeben. Das Buch wird zugesandt, sobald das Geld eingegangen ist. Man kann die Bestellung per Mail ankündigen an: Emmanuel.Utwiller@chostakovitch.org


Von der Willkür des Schicksals 

Immer wieder inspirieren Leben und Werk Dmitri Schostakowitschs Schriftsteller in aller Welt zu dichterischer Auseinandersetzung. Zuletzt waren es die beiden Amerikaner William T. Vollmann mit seinem epochalen Roman „Europe Central“ und Richard Powers mit seinem die musikalische Avantgarde durchleuchtenden „Orfeo“, sowie die in Berlin lebende Neuseeländerin Sarah Quigley mit „Der Dirigent“, die dem großen Russen ein literarisches Denkmal setzten. Auch „The Noise Of Time“, der Ende Januar 2016 auf Englisch erschienene neue Roman von Julian Barnes, rückt Schostakowitsch ins Zentrum, wobei  sich der britische Erfolgsautor besonders mit den für den Komponisten ebenso dramatischen wie schicksalsschweren Ereignissen der Jahre 1936/37, 1948 und 1960 beschäftigt. Das englischsprachige Feuilleton ist voll des Lobes:  „A masterpiece of biographical fiction“, urteilt Alex Preston im „Observer“, „A compelling novel about art and power, courage and cowardice, and the capriciousness of fate…” resümiert Sebastian Shakespeare im „Tatler”. Die Literaturkritikerin Catriona Kelly bespricht Julian Barnes neues Buch ausführlich auf Pospectmagazin.co.uk 

Zur Autorenwebsite: 

Eine Rezension der im Februar 2017 erschienen deutschsprachigen Ausgabe finden Sie hier:


Rudolf Barschai zum Gedenken

Am 2. November 2015 jährt sich zum fünften Mal der Todestag des großen Dirigenten Rudolf Barschai. Rudolf Barschai verband eine tiefe Freundschaft mit Dmitri Schostakowitsch, dessen Symphonie Nr. 14 er mit seinem Moskauer Kammerorchester am 29. September 1969 in Leningrad uraufführte. Legendär sind seine einfühlsamen und authentischen Bearbeitungen von Kammermusikwerken von Dmitri Schostakowitsch und Serge Prokofjew.  Seine 1999 erschienene Gesamteinspielung der Schostakowitsch-Symphonien mit dem WDR Sinfonieorchester wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert. In Anerkennung seiner großen Verdienste um die Verbreitung und Popularisierung der Werkes Dmitri Schostakowitschs verlieh im die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft die Ehrenmitgliedschaft.

In diesem Herbst rückt das Leben und Wirken Rudolf Barschais durch zwei Neuveröffentlichung  in den Fokus der Musikwelt. Das Label ICA-Classics widmet ihm und seinem Schaffen eine 20-CD-Box „A Tribute To Rudolf Barshai“, die ab November 2015 im Handel erhältlich sein wird und der deutsche Musikwissenschaftler und Schostakowitsch-Kenner Bernd Feuchtner (Dmitri Schostakowitsch  – „Und Kunst geknebelt von der groben Macht“) macht mit einem neuen Buch: „Rudolf Barschai – Leben in zwei Welten: Moskaus goldene Ära und Emigration in den Westen“ von sich reden. 

Rudolf Barschai und das Moskauer Kammerorchester unter seiner Leitung standen zwei Jahrzehnte lang weltweit für Musik auf höchstem Niveau. Als Bratschen-Virtuose musizierte er mit Swjatoslaw Richter, David Oistrach, Emil Gilels, Mstislaw Rostropowitsch, Mieczysław Weinberg, Dimitri Schostakowitsch. Doch dann ertrug er die Schikanen der Sowjetbürokratie nicht länger, emigrierte in den Westen und machte als britischer Staatsbürger eine zweite Karriere als Interpret großer Sinfonik. In zahlreichen Gesprächen mit Bernd Feuchtner erzählte Rudolf Barschai sein bewegtes Leben in diesen beiden Welten – das Bekenntnis eines klugen Musikers, der Bericht eines wachen Zeitzeugen, ein Stück russischer Literatur. Zur Website des Verlags: 


Michael Jurowski - Dirigent und Kosmopolit

Michail Jurowski, der 1945 in Moskau geborene Dirigent und Kosmopolit, gehört zu den wichtigsten Schostakowitsch-Interpreten weltweit. Den Internationalen Schostakowitsch-Tagen in Gohrisch ist Jurowski, der seine Karriere Ende der 60er Jahre als Assistent von Gennadi Roschdestwenski beim Großen Sinfonieorchester des Staatlichen Rundfunks und Fernsehens der UdSSR in Moskau begann, in besonderer Weise verbunden. Beim Eröffnungskonzert der Festival-Premiere sprang er für den erkrankten Rudolf Barschai ein, 2012 wurde er für sein vielfältiges Engagement und künstlerisches Wirken mit dem Schostakowitsch Preis Gohrisch ausgezeichnet. Kurz vor seinem 70. Geburtstag sind nun die Lebenserinnerungen des großen Dirigenten erschienen. In Gesprächen mit Michael Ernst erinnert er sich an seine frühen Begegnungen mit den Größen des sowjetischen Kulturlebens, an den Alltag in der Diktatur und den Neuanfang im Westen, unter anderem in Berlin (Komische Oper), Dresden (Semperoper), Leipzig (Opernhaus) und Köln (WDR Rundfunkorchester). Er reflektiert Fragen zu Judentum und Politik sowie nicht zuletzt zur Musik in all ihren Facetten. Über die kürzlich erschienene Autobiographie und einige neue Entwicklungen rund um die Schostakowitsch Tage Gohrisch berichtet die Sächsische Zeitung. 


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