Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft e.V.

Dmitri Schostakowitsch, 12. September 1906   9. August 1975


Willkommen auf unserer Webseite!

Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft beschäftigt sich mit der Pflege und Verbreitung des künstlerischen Werkes von Dmitri Schostakowitsch.

Hier finden Sie Informationen über den Komponisten und seine Musik, sowie über die Gesellschaft und ihre Aktivitäten, und Sie können auch Ihre Fragen stellen und Meinungen äußern. Bei uns finden Sie Musikspezialisten und viele Freunde, die die Zuneigung zu Schostakowitsch und seiner Musikwelt zusammengeführt hat. 

  • Wenn Sie auch Schostakowitsch und seine Musik lieben, werden Sie Mitglied! Wir freuen uns auf Sie! Sprechen Sie uns an: Info@Schostakowitsch.de. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie hier


News 


11. Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch abgesagt

Im Zuge der aktuellen Corona-Verordnung des Freistaates Sachsen können die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch in diesem Jahr nicht stattfinden. Eine Durchführung des vom 2. bis 5. Juli 2020 geplanten Festivals unter Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygienevorgaben ist in der Konzertscheune Gohrisch, dem alljährlich für das Festival hergerichteten Veranstaltungsort, leider nicht möglich. Der Schutz der Besucher*innen und Künstler*innen wäre infolgedessen nicht zu gewährleisten. Eine Verschiebung des Festivals in den Herbst 2020 ist aufgrund der in diesem Zeitraum herrschenden Witterungsverhältnisse und der anhaltenden Corona-Situation ebenfalls zu ungewiss.

„Wir bedauern die Absage sehr, da wir uns auf das Wiedersehen mit vielen großartigen Künstler*innen und unserem einzigartigen Publikum gefreut hatten. Die Sicherheit unserer Gäste hat aber für uns alle höchste Priorität. Viele der angekündigten Künstler*innen haben uns inzwischen signalisiert, auch im nächsten Jahr nach Gohrisch kommen zu wollen, so dass wir davon ausgehen, wesentliche Teile des diesjährigen Programms 2021 nachholen zu können. Darüber hinaus arbeiten wir mit Hochdruck an einem virtuellen Alternativprogramm, das wir in der Zeit vom 2. bis 5. Juli 2020 anbieten wollen, darunter der Stream eines Klavierrezitals mit neun der ursprünglich geplanten zehn Uraufführungen von Dmitri Schostakowitsch. Details hierzu werden wir in den kommenden Wochen bekanntgeben. Wir möchten damit den Kontakt zu unseren Festivalbesuchern aus aller Welt aufrechterhalten und hoffen, viele von ihnen im kommenden Jahr wieder in der Konzertscheune begrüßen zu können.“ (Tobias Niederschlag, Künstlerischer Leiter der Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch)

 Rückerstattung erworbener Tickets

Bereits erworbene Festivalpässe und/oder Einzelkarten werden rückerstattet. Alle Kund*innen werden gebeten, sich hierzu unter Angabe ihrer Kundennummer bzw. Anschrift sowie ihrer Bankverbindung an die FestivalKultur Sächsische Schweiz FEKUSS gGmbH unter +49 3501 446475 oder tickets@schostakowitsch-tage.de zu wenden.

Da die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch neben der Förderung durch den Freistaat Sachsen auch auf gemeinnütziger Basis veranstaltet werden, ist das Festival nach wie vor auf Spenden und Sponsorengelder angewiesen. Daher freuen sich die Veranstalter in dieser schwierigen Zeit über Zuwendungen jeglicher Art und danken allen Kund*innen, die auf eine Rückerstattung des Kartenpreises zugunsten des Festivals verzichten möchten. Für diesen Fall stellt die FestivalKultur Sächsische Schweiz gGmbH eine Spendenbescheinigung aus.


Kein Schostakowitsch in Bayreuth: Wagner-Festspiele 2020 wegen Corona-Pandemie abgesagt 

Infolge der Corona-Krise wurden die Bayreuther Festspiele 2020 abgesagt. Damit entfällt auch die an dieser Stelle angekündigte und für den 24. Juli 2020 geplante erstmalige Aufführung einer Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch im Bayreuther Festspielhaus. Am Vorabend der Eröffnung  Richard-Wagner-Festspiele wollte  das Bundesjugendorchester unter der Leitung von Christian Thielemann Schostakowitschs Sinfonie Nr. 13 op. 113 („Babi Yar“) für  Bass, Basschor und Orchester spielen. 


19. Musikwissenschaftliches Symposium: Eine rundum gelungene Veranstaltung 

Kaum ein Komponist des 20. Jahrhunderts steht derart beständig im Zentrum des Interesses einer kunstaffinen Öffentlichkeit wie Dmitri Schostakowitsch. Dies zeigte sich einmal mehr beim mittlerweile 19. Musikwissenschaftlichen Symposium der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft, das Mitte September 2019 in den Räumen der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Berlin stattfand und das sich dem Thema „Schostakowitsch-Rezeption im 21. Jahrhundert“ widmete. Insgesamt 18 Referentinnen und Referenten – Musikwissenschaftler und Schostakowitsch-Experten – aus dem In- und Ausland beleuchteten die Thematik nicht nur aus den verschiedensten Blickwinkeln, sondern hatten mit der Qualität ihrer Beiträge auch wesentlichen Anteil am Ertrag einer Veranstaltung, die der langjährige Symposiumsleiter Gottfried Eberle abschließend als „absoluten Höhepunkt in der Reihe der bisherigen Symposien“ bezeichnete. Ein Kompliment, das nicht nur den Vortragenden und seinem Nachfolger als Cheforganisator der Symposien Prof. Dr. Ronald Freytag galt, sondern dem gesamten, im vergangenen Jahr neugebildeten Vorstand der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft, der die erste Nagelprobe seiner Arbeit erfolgreich bestanden hat. 


Schostakowitsch und die beiden Avantgarden des 20. Jahrhunderts

Zweimal bekam Dmitri Schostakowitsch die Peitsche Stalins zu spüren, zweimal wurde ihm die Anwendung avantgardistischer Kompositionsmethoden und der Kontakt mit westlichen Komponisten verboten. „Formalismus“ und „Kosmopolitismus“ lautete 1936 und 1948 der Vorwurf gegen die sowjetischen Künstler. Wie Schostakowitsch darauf reagierte, mit Anpassung oder mit innerer Emigration, war lange umstritten. Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft hat in bisher 19 Symposien der Erforschung der Musik von Dmitri Schostakowitsch gewidmet.

 Im soeben erschienenen Band 12 sind die Forschungsergebnisse der beiden Symposien, die 2015 und 2017 in Berlin stattfanden, gesammelt und sich mit den vielfältigen Bezügen zwischen Schostakowitsch und den avantgardistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts beschäftigen. Unter der Lupe geben die Kompositionen oft erstaunliche Geheimnisse preis.

 Vladimir Gurewitsch analysiert die atonalen und dodekaphonen Elemente in der Ersten Klaviersonate und deren Nähe zu Hindemith. Adelina Yefimenko findet Parallelen zwischen den ersten Sinfonien von Schostakowitsch und des Ukrainers Boris Ljatoschinski. Gottfried Eberle zeigt den biographischen roten Faden in den „Aphorismen“ samt deren Nähe zur Todesahnung des letzten Streichquartetts. Gerhard Müller erzählt von der Verbindung der Vierten Sinfonie mit der Ermordung von Maxim Gorki. 

Bernd Feuchtner verfolgt die Entwicklung der Tanztypen von der Ironie zum Sarkasmus. Olga Dombrowskaja berichtet von dem seltsamen Fall der Lieferung absichtlich „dekadenter Avantgardemusik“ für einen Film. Brigitte Kruse untersucht das Missverständnis der Darmstädter Schule gegenüber Schostakowitsch. Johannes Schild analysiert die Verwendung von Zwölftonmusik im Früh- und im Spätwerk: Schostakowitschs Zwölftonfelder sind etwas anderes als Weberns Zwölftonreihen. Elisabeth Wilson geht Schostakowitschs Beziehung zu den italienischen Avantgardisten Maderna und Nono nach. Manuel Gervink schlägt eine Brücke von Wolfgang Rihm zu Schostakowitsch. Und vieles andere.

Schostakowitsch und die beiden Avantgarden des 20. Jahrhunderts;  Schostakowitsch-Studien, Bd. 12; herausgegeben von der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft; 248 S., 32 Euro, ISBN:  978-3-95593-105-6. Erhältlich im Buchhandel oder beim Verlag


Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft intensiviert Mitgliederwerbung

 Im neuen Design präsentiert sich jetzt auch der Flyer der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft. Nach der Umgestaltung unserer Webseite, unseres Facebook-Auftritts sowie unseres Vereinssignets, wurden nun auch unsere Werbe- und Informationsmaterialien optisch aufgefrischt und inhaltlich überarbeitet. Mit Hilfe des neuen Flyers wollen wir verstärkt auf die Arbeit unserer Gesellschaft aufmerksam machen und unsere Bemühungen, neue Mitglieder und Sponsoren zu gewinnen, intensivieren.


Der Flyer enthält Informationen über Ziele und Geschichte unserer Gesellschaft, über den Vorstand und die Mitgliedschaft, über Leben und Werk von Dmitri Schostakowitsch, sowie eine Postkarte, mit der Sie die Aufnahme in unsere Gesellschaft beantragen können.

Unseren Flyer im pdf-Format zum Ausdrucken finden Sie hier  



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