Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft e.V.

Dmitri Schostakowitsch, 12. September 1906   9. August 1975


Willkommen auf unserer Webseite!

Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft beschäftigt sich mit der Pflege und Verbreitung des künstlerischen Werkes von Dmitri Schostakowitsch.

Hier finden Sie Informationen über den Komponisten und seine Musik, sowie über die Gesellschaft und ihre Aktivitäten, und Sie können auch Ihre Fragen stellen und Meinungen äußern. Bei uns finden Sie Musikspezialisten und viele Freunde, die die Zuneigung zu Schostakowitsch und seiner Musikwelt zusammengeführt hat. 

  • Wenn Sie auch Schostakowitsch und seine Musik lieben, werden Sie Mitglied! Wir freuen uns auf Sie! Sprechen Sie uns an: Info@Schostakowitsch.de. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie hier


News 


Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch – Virtuelles Festival in Corona-Zeiten

Dmitri Masleev. © Vladimir Volkov

Coronabedingt können die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch nicht wie gewohnt stattfinden. Gemeinsam mit MDR, ARTE und der Deutschen Grammophon hat das Festival eine virtuelle Alternative entwickelt. Dabei sind in einem einzigartigen Studio-Ereignis am Sonntag, 5. Juli neun Uraufführungen zu erleben. Nachdem das Festival im Frühjahr aufgrund der Corona-Pandemie in seiner geplanten und gewohnten Form abgesagt werden musste, wird ein gewichtiger Teil des Programms als Stream im Internet präsentiert. Insgesamt neun Uraufführungen von Dmitri Schostakowitsch hält der Stream bereit – allesamt Klavierstücke, die von drei herausragenden russischen Pianisten gespielt werden: Yulianna Avdeeva, Dmitry Masleev und Daniil Trifonov.

 Die drei Interpreten finden sich über die Kontinente hinweg zu einem einzigartigem Studio-Ereignis zusammen: Yulianna Avdeeva wird in Gohrisch im Hotel Albrechtshof musizieren, wo Dmitri Schostakowitsch 1960 sein achtes Streichquartett komponierte. Dmitry Masleev spielt in der Tchaikovsky Concert Hall in Moskau und Daniil Trifonov in seinem Haus in Greenwich, Connecticut.

Der Stream wird vom MDR in Zusammenarbeit mit ARTE sowie der Deutschen Grammophon (Trifonov) produziert und am 5. Juli 2020 ab 20 Uhr erstmals auf der Online-Plattform ARTE CONCERT unter dem Titel „Schostakowitsch – Entdeckungen“ zu sehen sein. Im Anschluss ist er dort weitere 90 Tage verfügbar. Parallel sind die Uraufführungen auch auf dem YouTube-Kanal der Deutschen Grammophon für ein globales Publikum zu erleben.

Als Medienpartner der Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch begleitet der MDR das Festival außerdem mit einem erweiterten Programm im Hörfunk: Die Uraufführungen sind am 5. Juli 2020 ab 19.30 Uhr auf MDR KULTUR und MDR KLASSIK zu hören. Darüber hinaus gibt es vom 6. bis 13. Juli ein Schostakowitsch-Spezial im Webchannel Classic bei MDR KULTUR mit Konzertmitschnitten vergangener Jahrgänge der Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch.

„Natürlich hätten wir gern ein Festivalprogramm mit Konzerten vor Publikum durchgeführt. Der transkontinentale Stream ist aber eine spektakuläre Alternative, der Musikfreunde in aller Welt entgegenfiebern dürften. Ein großes Dankeschön gilt den Künstlern und unseren Partnern MDR und Deutsche Grammophon, die dieses Projekt möglich gemacht haben.“ Tobias Niederschlag, Künstlerischer Leiter der Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch.

Auf dem Programm stehen die Klaviersonate Nr. 1 op. 12, Drei Fugen o. op. (Uraufführung), Scherzo op. 1a (Uraufführung), Sechs Klavierstücke aus den Jahren 1918-1920 (Uraufführungen), sowie Präludium und Fuge cis-Moll o. op. (vervollständigt von Krzysztof Meyer).

  • Das Musikereignis wurde am Sonntag, 5. Juli 2020, ab 20 Uhr auf ARTE CONCERT, auf DG YouTube, sowie auf der Webseite der Schostakowitsch Tage Gohrisch übertragen. Auf ARTE CONCERT ist die Aufzeichnung (allerdings ohne den Auftritt von Trifonov) noch bis zum 21.10.2020 zu sehen. 


Kein Schostakowitsch in Bayreuth: Wagner-Festspiele 2020 wegen Corona-Pandemie abgesagt 

Infolge der Corona-Krise wurden die Bayreuther Festspiele 2020 abgesagt. Damit entfällt auch die an dieser Stelle angekündigte und für den 24. Juli 2020 geplante erstmalige Aufführung einer Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch im Bayreuther Festspielhaus. Am Vorabend der Eröffnung  Richard-Wagner-Festspiele wollte  das Bundesjugendorchester unter der Leitung von Christian Thielemann Schostakowitschs Sinfonie Nr. 13 op. 113 („Babi Yar“) für  Bass, Basschor und Orchester spielen. 


19. Musikwissenschaftliches Symposium: Eine rundum gelungene Veranstaltung 

Kaum ein Komponist des 20. Jahrhunderts steht derart beständig im Zentrum des Interesses einer kunstaffinen Öffentlichkeit wie Dmitri Schostakowitsch. Dies zeigte sich einmal mehr beim mittlerweile 19. Musikwissenschaftlichen Symposium der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft, das Mitte September 2019 in den Räumen der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Berlin stattfand und das sich dem Thema „Schostakowitsch-Rezeption im 21. Jahrhundert“ widmete. Insgesamt 18 Referentinnen und Referenten – Musikwissenschaftler und Schostakowitsch-Experten – aus dem In- und Ausland beleuchteten die Thematik nicht nur aus den verschiedensten Blickwinkeln, sondern hatten mit der Qualität ihrer Beiträge auch wesentlichen Anteil am Ertrag einer Veranstaltung, die der langjährige Symposiumsleiter Gottfried Eberle abschließend als „absoluten Höhepunkt in der Reihe der bisherigen Symposien“ bezeichnete. Ein Kompliment, das nicht nur den Vortragenden und seinem Nachfolger als Cheforganisator der Symposien Prof. Dr. Ronald Freytag galt, sondern dem gesamten, im vergangenen Jahr neugebildeten Vorstand der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft, der die erste Nagelprobe seiner Arbeit erfolgreich bestanden hat. 


Schostakowitsch und die beiden Avantgarden des 20. Jahrhunderts

Zweimal bekam Dmitri Schostakowitsch die Peitsche Stalins zu spüren, zweimal wurde ihm die Anwendung avantgardistischer Kompositionsmethoden und der Kontakt mit westlichen Komponisten verboten. „Formalismus“ und „Kosmopolitismus“ lautete 1936 und 1948 der Vorwurf gegen die sowjetischen Künstler. Wie Schostakowitsch darauf reagierte, mit Anpassung oder mit innerer Emigration, war lange umstritten. Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft hat in bisher 19 Symposien der Erforschung der Musik von Dmitri Schostakowitsch gewidmet.

 Im soeben erschienenen Band 12 sind die Forschungsergebnisse der beiden Symposien, die 2015 und 2017 in Berlin stattfanden, gesammelt und sich mit den vielfältigen Bezügen zwischen Schostakowitsch und den avantgardistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts beschäftigen. Unter der Lupe geben die Kompositionen oft erstaunliche Geheimnisse preis.

 Vladimir Gurewitsch analysiert die atonalen und dodekaphonen Elemente in der Ersten Klaviersonate und deren Nähe zu Hindemith. Adelina Yefimenko findet Parallelen zwischen den ersten Sinfonien von Schostakowitsch und des Ukrainers Boris Ljatoschinski. Gottfried Eberle zeigt den biographischen roten Faden in den „Aphorismen“ samt deren Nähe zur Todesahnung des letzten Streichquartetts. Gerhard Müller erzählt von der Verbindung der Vierten Sinfonie mit der Ermordung von Maxim Gorki. 

Bernd Feuchtner verfolgt die Entwicklung der Tanztypen von der Ironie zum Sarkasmus. Olga Dombrowskaja berichtet von dem seltsamen Fall der Lieferung absichtlich „dekadenter Avantgardemusik“ für einen Film. Brigitte Kruse untersucht das Missverständnis der Darmstädter Schule gegenüber Schostakowitsch. Johannes Schild analysiert die Verwendung von Zwölftonmusik im Früh- und im Spätwerk: Schostakowitschs Zwölftonfelder sind etwas anderes als Weberns Zwölftonreihen. Elisabeth Wilson geht Schostakowitschs Beziehung zu den italienischen Avantgardisten Maderna und Nono nach. Manuel Gervink schlägt eine Brücke von Wolfgang Rihm zu Schostakowitsch. Und vieles andere.

Schostakowitsch und die beiden Avantgarden des 20. Jahrhunderts;  Schostakowitsch-Studien, Bd. 12; herausgegeben von der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft; 248 S., 32 Euro, ISBN:  978-3-95593-105-6. Erhältlich im Buchhandel oder beim Verlag


Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft intensiviert Mitgliederwerbung

 Im neuen Design präsentiert sich jetzt auch der Flyer der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft. Nach der Umgestaltung unserer Webseite, unseres Facebook-Auftritts sowie unseres Vereinssignets, wurden nun auch unsere Werbe- und Informationsmaterialien optisch aufgefrischt und inhaltlich überarbeitet. Mit Hilfe des neuen Flyers wollen wir verstärkt auf die Arbeit unserer Gesellschaft aufmerksam machen und unsere Bemühungen, neue Mitglieder und Sponsoren zu gewinnen, intensivieren.


Der Flyer enthält Informationen über Ziele und Geschichte unserer Gesellschaft, über den Vorstand und die Mitgliedschaft, über Leben und Werk von Dmitri Schostakowitsch, sowie eine Postkarte, mit der Sie die Aufnahme in unsere Gesellschaft beantragen können.

Unseren Flyer im pdf-Format zum Ausdrucken finden Sie hier  



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