Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft e.V.

Dmitri Schostakowitsch, 12. September 1906   9. August 1975


Willkommen auf unserer Webseite!

Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft beschäftigt sich mit der Pflege und Verbreitung des künstlerischen Werkes von Dmitri Schostakowitsch.

Hier finden Sie Informationen über den Komponisten und seine Musik, sowie über die Gesellschaft und ihre Aktivitäten, und Sie können auch Ihre Fragen stellen und Meinungen äußern. Bei uns finden Sie Musikspezialisten und viele Freunde, die die Zuneigung zu Schostakowitsch und seiner Musikwelt zusammengeführt hat. 

  • Wenn Sie auch Schostakowitsch und seine Musik lieben, werden Sie Mitglied! Wir freuen uns auf Sie! Sprechen Sie uns an: Info@Schostakowitsch.de. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie hier


News 

Anregende Diskussionen: Stefan Weiss, Gerhard Müller und Dorothea Redepenning. Foto: © Linus DieckmannAnregende Diskussionen: Stefan Weiss, Gerhard Müller und Dorothea Redepenning. Foto: © Linus Dieckmann


Spannend und ertragreich: Das 20. Musikwissenschaftliche Symposium

Die Erleichterung war Bernd Feuchtner, dem Präsidenten der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft am Ende des 20. Musikwissenschaftlichen Symposiums, das am 24. und 25. September 2021 in Berlin stattfand, deutlich anzumerken. Die Covid-Pandemie hatte die Organisatoren vor erhebliche Probleme gestellt, viele Steine waren aus dem Weg zu räumen, Raumnutzungskonzepte wurden im Vorfeld erstellt und mussten wegen der Corona-Beschränkungen bald darauf wieder verworfen werden. Am Ende war man froh, mit dem Konzertsaal der Universität der Künste in der Hardenbergstraße und der Aula des Goethe-Gymnasiums in Berlin-Wilmersdorf zwei geeignete und genügend große Räumlichkeiten für das Symposium und – wie schon vor zwei Jahren – mit der Mendelssohn-Remise einen vorzüglichen Veranstaltungsort für das traditionelle Symposiums-Konzert gefunden zu haben. Das Resümee Bernd Feuchtners war schließlich durchweg positiv: die rund 40 Teilnehmenden an der zwanzigsten Auflage des Musikwissenschaftlichen Symposiums, das sich mit dem Thema „Schostakowitschs Musiksprache – Kompositionstechniken und Narrative“ beschäftigte, hatten einen ebenso spannenden wie ertragreichen Vortragsreigen mit regen Diskussionen, anregenden Gesprächen und vielen interessanten Begegnungen erlebt, der das Verständnis für das Werk eines der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts weiter vertiefte. (Den ausführlichen Symposiumsbericht inkl. Konzertvideo finden Sie hier  )

 

Dmitri Schostakowitsch ohne Maske

Nirgends zeigt sich der große sowjetrussische Komponist Dmitri Schostakowitsch so unverstellt wie in den Briefen an seinen besten Freund Iwan Sollertinski, den klügsten Musikwissenschaftler Russlands. Kennengelernt hatten sie sich in Sankt Petersburg (damals Leningrad), als Schostakowitsch 20 war und Sollertinski 24. Beide klebten sofort aneinander wie die Kletten. Und wenn sie getrennt waren, schrieben sie sich Briefe oder Postkarten. Nur die von Schostakowitsch sind erhalten. Sie geben das Bild zweier brillanter junger Künstler, die sich mit Begeisterung in die aktuellen Auseinandersetzungen stürzen und dabei nicht vergessen, das Leben zu genießen. Auch so intim erleben wir Schostakowitsch sonst nirgends. Ab 1935, mit dem Stalin’schen Terror, verändert sich die Tonlage allmählich. Die beiden sind sich nicht mehr so sicher, dass Können und Argumente sich durchsetzen. Der Überfall der Deutschen auf die Sowjetunion und die Einkreisung Leningrads durch die Nazitruppen trennt die Freunde: Schostakowitsch wird nach Samara (damals Kuibyschew) evakuiert, Sollertinski nach Nowosibirsk. Ein gutes Ende scheint auf, als Schostakowitsch 1943 nach Moskau zieht und dem Freund eine Professur am Moskauer Konservatorium vermittelt. Doch der durch Kriegsentbehrungen und Mobbing in der Leningrader Philharmonie geschwächte Sollertinski erliegt 1944 mit 41 Jahren einem Herzschlag. Für Schostakowitsch war das eine Katastrophe. Seine Briefe bilden ein Monument für eine große Freundschaft und geben intime Einblicke in die kulturpolitische Entwicklung der Sowjetunion.

Jetzt endlich sind die von Dmitri Sollertinski und Ljudmila Kownazkaja herausgegebenen Sollertinski-Briefe Schostakowitschs in deutscher Übersetzung von Ursula Keller und mit einem Vorwort von Bernd Feuchter, dem Präsidenten der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft, versehenen Ausgabe im Wolke Verlag erschienen. Das Buch (251 Seiten, Paperback., € 36.–, ISBN: 978-3-95593-097-4) ist überall im Buchhandel erhältlich.    


Schostakowitsch als Vokalkomponist

Während seine Opern, Sinfonien und Streichquartette zum festen Repertoire der Musikinstitutionen gehören, werden Schostakowitschs Lieder leider noch immer wenig aufgeführt. Findet man sie im Internet oder hat man Aufnahmen auf Tonträgern, fehlt oft der Text, um die Musik wirklich verstehen und genießen zu können.

Dabei hat Schostakowitsch noch mehr Vokalmusik komponiert! Sehr viel mehr, als man vermuten würde. Und dazu sind die Texte noch viel schwerer aufzutreiben.

Um ein größeres Interesse an diesen Werken zu wecken, haben wir diese Sammlung der von Schostakowitsch vertonten Texte zusammengestellt, die wir Ihnen hier zum kostenlosen Download zu Verfügung stellen. Klicken Sie einfach auf die nebenstehende Vorschau. (Diese Datei wurde zuletzt am 18. Oktober 2021 aktualisiert).

Unser Schostakowitsch-Textbuch ist noch im Aufbau, wird aber fortlaufend ergänzt. Vielleicht können ja auch Sie dazu beitragen? Schreiben Sie uns, wenn Sie uns noch fehlende Texte zur Verfügung stellen möchten: info@schostakowitsch.de


Sämtliche Schostakowitsch-Quartette mit dem Mandelring Quartett

Das Mandelring Quartett zählt zu den sechs bedeutendsten Streichquartetten weltweit. Foto: KoKo

Dmitri Schostakowitschs 15 Streichquartette bilden einen der bedeutendsten Werkzyklen in der Kammermusik des 20. Jahrhunderts. Das international renommierte Mandelring Quartett hat seine vielfach preisgekrönte Gesamteinspielung dieser Reihe im Jahre 2009 abgeschlossen und sie seither wiederholt in konzentrierten Gesamtaufführungen präsentiert. In fünf Kammerkonzerten führt das Mandelring Quartett nun sämtliche Schostakowitsch-Quartette vom 4. bis 7. November 2021 in Duisburg und Kempen auf.  

1983 gegründet, konnte das aus den Geschwistern Sebastian (1. Violine), Nanette (2. Violine) und Bernhard Schmidt (Violoncello) sowie dem Bratscher Andreas Willwohl bestehende Quartett nach Wettbewerbssiegen in München (ARD), Evian und Reggio Emilia rasch in die internationale Spitzengruppe vorstoßen. Das Musikmagazin Fono Forum zählt das Ensemble zu den sechs besten Streichquartetten der Welt. Weitere Informationen zu dem Konzertzyklus finden Sie auf der Webseite der Duisburger Philharmoniker. Der Veranstaltungsflyer zum downloaden: 


Kostenloser Download unserer Schostakowitsch-Studien

Band 1


Band 2


Band 3


Band 4


Band 5


Band 6


Band 8


Band 9


Band 10


Band 11


Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft stellt ab sofort die nicht mehr im Buchhandel erhältlichen Bände ihrer Schostakowitsch-Studien zum kostenlosen Download bereit. Die Bände enthalten im Wesentlichen Vorträge, die seit 1992 im Rahmen unserer Musikwissenschaftlichen Symposien von renommierten Musikwissenschaftlern und Musikwissenschaftlerinnen gehalten wurden und stellen einen überaus wertvollen Beitrag zur internationalen Schostakowitsch-Forschung dar. Sie sind zwischen 1998 und 2014 im nicht mehr existierenden Verlag Ernst Kuhn, Berlin erschienen. Durch Anklicken des Titelbildes startet der Download des jeweiligen Bandes. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Übersichtsseite. 


 The Nose or the Conspiracy of Mavericks

Im Jahr 2020 hat der russische Animations- und Dokumentarfilmer Andrei Khrzhanovsky nach einem mehr als vier Jahrzehnte andauernden Schaffensprozess seinen Animationsfilm „Die Nase oder die Verschwörung der Außenseiter“ (The Nose or the Conspiracy of Mavericks) vollendet. In seiner Adaption der Gogol-Novelle „Die Nase“ und der gleichnamigen Oper Dmitri Schostakowitschs aus dem Jahr 1929 reflektiert Khrzhanovsky die Unterdrückung von Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftlern in der Sowjetunion unter dem Terrorregime Stalins, würdigt die großen Innovationen, die gerade von verfolgten Außenseitern wie Meyerhold oder Schostakowitsch ausgingen und verdichtet sie zu einer Hommage an die sowjetischen Künstler. Der zwischenzeitlich bereits vielfach ausgezeichnete Film kam im März 2021 in die russischen Kinos und kann über die Webseite files.fm heruntergeladen werden:

Einen kurzen Ausschnitt des Films sehen Sie hier: 




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